Häufig gestellte Fragen +
Tips zur Anwendung

 
So einfach geht´s ...
 


1.
Die Haut gründlich reinigen.
2. Falls keine Handbemalung vorgenommen wird, die Handflächen mit dem Öl einreiben. Dies schützt vor ungewollten, eventuellen Henna- Verfärbungen. Natürlich kann man auch den Einweghandschuh benutzen.
3. Wenn Sie freie Designs gestalten wollen, können Sie dazu die Spritzdüse auf die Tube schrauben.
4. Nun können Sie nach Ihrem Ermessen Designs kreieren, traditionelle Vorlagen verwenden oder die mitgelieferten Schablonen verwenden.
5. Lassen Sie die Henna-Paste auf der Haut trocknen. Wenn sie vollkommen trocken ist, können Sie sie von der Haut entfernen. Danach das Henna-Öl auf diese Hautpartien auftragen. Um möglichst dunkle Verfärbungen zu erreichen, gibt es einige Tricks. Mischen Sie Zitronen- oder Limettensaft mit Zucker und etwas Wasser. Streichen Sie die Lasur über die angetrocknete Hennapaste. Lassen Sie es wieder trocknen. Und streichen Sie es erneut damit ein. Umso länger die Hennapaste auf der Haut einweichen kann, umso dunkler wird die Verfärbung. Empfohlen wird mindestens eine Stunde, aber bis zu 6 Stunden sind möglich.
6. Die Haut anschließend 4 - 12 Stunden nicht waschen (z.B. über Nacht).
7. Reinigen Sie die Spritzdüse nach dem Gebrauch unter laufendem Wasser oder mit einer Nadel. Tube verschließen und kühl lagern.

Mehndi-Art mit Schablonen
1.
Folgen Sie den Anweisungen 1 - 5. Nun legen Sie die Schablone auf die entsprechende Hautpartie. Nach einiger Zeit können Sie die Schablone vorsichtig entfernen. Weiter geht es wie Anweisung 6-7. Viel Spaß!

Mehndi

Oft gestellte Fragen zum Thema Mehndi:

1) Wie lange bleibt die Farbe sichtbar?
2) Gibt es verschiedene Hennafarbtöne?
3) Ich habe schon öfters von schwarzem Henna gehört. Was ist das?
4) Auf manchen Bildern sehen die Designs schwarz aus. Ist das schwarzes Henna?
5)Kann ich Henna überall auf meinem Körper auftragen?
6) Was muß ich machen, wenn ich die Farbe schnell wieder los werden will?
7) Wie schnell wirkt die Farbe ein? Ist es schlimm, wenn ich beim Auftragen der Paste, aus Versehen daneben male oder verschmiere?
8) Ich möchte gerne mein Geld mit Mehndimalen verdienen. Muß dafür irgendeine Prüfung ablegen oder eine Ausbildung absolviert werden?
9) Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Mehndimalerei und Tätowierungen?
10) Wie lange kann ich die Hennapaste gebrauchen, nachdem ich sie angerührt habe?
11) Wie bekomme ich Hennaflecken aus der Kleidung oder anderen Stoffen?
12) Gibt es noch andere natürlichen Farbstoffe die zur Körpermalerei benutzt werden?

1) Wie lange bleibt die Farbe sichtbar?
Dies hängt von mehreren Faktoren ab.
a) Das Wichtigste ist, wie lange die Paste auf der Haut einwirken kann. Das Minimum ist 1,5 Stunden. Jedoch wird empfohlen, um einen nachhaltigen Effekt zu gewährleisten, einen Zeitraum von 2-12 Stunden einzuplanen.
b) Die Qualität des benutzten Hennas.
Es gibt unterschiedliche Sorten mit verschiedenen Resultaten. Frisch zubereitete Paste erzielt in der Regel die besten Ergebnisse. Es wird in jeden Fall davon abgeraten, Henna für Haare zur Mehndimalerei zu verwenden. Bei fertigen Pasten haben wir bisher immer gute Ergebnisse erzielt.
c) Die Art der Seife die zur Hautreinigung benutzt wird. Um so schärfer, um so schneller geht die Farbe wieder weg. Als sehr ungünstigt erweist sich auch Chlorwasser, Sonnenöl und allen Arten von Bodylotion.
d) Wärme. Eine warme Umgebung beim Auftragen der Hennapaste ist von großem Vorteil. Die Poren öffnen sich und die Farbe kann besser in die Haut eindringen.
e) Schweiß. Auch das ist eine Erfahrung die wir gemacht haben. Schwitzen fördert einen nachhaltige, tiefe Färbung.
f) Wenn es ein sonnigwarmer Tag ist kann man sich nach dem Bemalen in die Sonne setzten. Damit werden in der Regel sehr gute Resultate erzielt. Allerdings wird davon abgeraten im direkten Sonnenlicht zu malen, da die Hennapaste zu schnell eintrocknet und das Malen unmöglich macht.
Alle diese Faktoren beeinflußen die Dauer der Färbung. In der Regel sollte man von 7 bis 21 Tagen als durchschnittlich Zeitraum ausgehen bis die Farbe verblaßt ist.

2) Gibt es verschiedene Hennafarbtöne?
Natürliches unbehandeltes Henna erzeugt immer einen Farbton, der zwischen Orange und dunkelbraun liegt. Es ist möglich dem Hennapulver starken Kaffee oder Tee zuzufügen, jedoch ist der damit erzielte etwas dunklere Effekt nicht nachhaltig. Ansonsten könnte man sich ja gleich mit Kaffeepulver bemalen.

3) Ich habe schon öfters von schwarzem Henna gehört. Was ist das?
Wie schon erwähnt, hat Henna immer eine rotbraune Farbe. Sogenanntes "schwarzes Henna" hat in der Regel chemische Additive beigemengt. Dies kann, muß aber nicht, zu allergischen Reaktionen führen. Dennoch sei hiermit unbedingt davor gewarnt, schwarzes Henna aufzutragen, ohne einen vorherigen Allergietest durchgeführt zu haben. Es sind Fälle bekannt, bei denen schwarzes Henna schwere Entzündungen, und verbrennungsähnliche Erscheinungen hervorgerufen hat. Bei Menschen mit empfindlicher Haut wird dringend davon abgeraten schwarzes Henna zu benutzten. Alle anderen können ein wenig schwarze Hennapaste hinter ihrem Ohrläppchen auftragen. Falls nach 24 Stunden keine unangenehmen Reaktion aufgetreten ist, kann man in der Regel davon ausgehen, daß es sicher ist.

4) Auf manchen Bildern sehen die Designs schwarz aus. Ist das schwarzes Henna?
Nicht unbedingt. Bei den meisten veröffentlichten Bildern, wo das Design schwarz erscheint, wurde das Foto gemacht, als die Paste noch auf der Haut war. Dies wird oft gemacht, um die Ornamentik besser erkennen zu können. Bei schwarz/weiß Bildern macht das Sinn, da die rotbraune Färbung zur Haut keinen allzuguten Kontrast bietet.

5)Kann ich Henna überall auf meinem Körper auftragen?
Im Prinzip schon. Henna ist eine natürliche Substanz.
Dennoch sollte man in der Nähe der Augen sehr vorsichtig sein, da Hennapaste, die in die Augen gelangt zu schweren gesundheitlichen Schäden führen kann. Auch der Genitalbereich sollte von einer Bemalung mit Henna verschont bleiben. Desweiteren kann als Regel annehmen, daß sich Hände und Füße am besten zur Bemalung eignen, da sie die Farbe am besten aufnehmen, und am nachhaltigsten bewahren. Um so dicker die Hautschichten, wie zu Beispiel auf den Innenflächen der Hände um so länger bleibt die Farbe erhalten. Hals, Nacken und Kopfbereich eignen sich am wenigsten zur Bemalung.

6) Was muß ich machen, wenn ich die Farbe schnell wieder los werden will?
Da die Farbe in die Haut eingedrungen ist muß man Geduld haben. Es hilft in jedem Fall, die bemalten Hautpartien oft zu waschen und dabei leicht mit einem Waschlappen drüberzureiben. Wie schon erwähnt wirkt sich Chlorwasser sehr negativ auf die Färbung aus. Man sollte aber auf keinen Fall zu sehr reiben, die Haut regeneriert sich von ganz alleine und solange sollte man schon warten.

7) Wie schnell wirkt die Farbe ein? Ist es schlimm, wenn ich beim Auftragen der Paste aus Versehen daneben male oder verschmiere?
Nun, man kann davon ausgehen, daß sofort eine Färbung eintritt, wenn das Henna auf die Haut kommt. Es ist gut beim Malen immer ein stumpfes Messer, Zahnstocher und ähnliches, griffbereit zu haben, um verschmiertes Henna sofort entfernen zu können. Zwar ist die Färbung nach so einem kurzen Zeitraum nur ganz schwach, dennoch gehen dadurch die scharfen Kontraste eventuell verloren.

8) Ich möchte gerne mein Geld mit Mehndimalen verdienen. Muß dafür irgendeine Prüfung ablegen oder eine Ausbildung absolviert werden?
Nein. Henna wird nur auf die Haut aufgetragen und kann in der Regel keine bleibenden körperlichen Schäden hervorrufen. Anders als beim Tättoowieren wird die Haut nicht verletzt und selbst schlecht aufgetragene Werke verblassen nach kurzer Zeit. Dennoch ist es bestimmt nicht von Nachteil wenn eine Vorbildung aus dem Bereich Malerei, Make-up, Visagistin usw. vorhanden ist. Mit etwas Geduld und Talent, kann es jedoch jeder zu einem gewißen Standard bringen. Vergiß jedoch nie, daß in den Ursprungsländern eine lange Geschicht der Mehndimalerei herrscht, und die Malerinnen oftmals viele Jahre lernen, bis sie wirklich gute Künstler sind. Letztlich wird der Kunde entscheiden, wie deine Arbeit bewertet wird.

9) Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Mehndimalerei und Tätowierungen?
Es gibt sowohl Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Beides sind Veränderungen die unter die Haut gehen, die einen bleiben dort nur für immer und die anderen nur für ein paar Wochen.
Weltweit gibt es eine Vielzahl von Körpermalereien. Je nach Kultur und sozialer Stellung finanzieller Mittel usw. variieren die verwendeten Materialien und die Entscheidung für ein temporäres oder permanentes Tattoo. Geschlechterspezifisch betrachtet sind prozentual mehr Männer als Frauen tätowiert und bei Mehndi sieht es genau umgekehrt aus. Doch die Zahlen nähern sich immer mehr an.
Bei der Mehndimalerei werden vor allen Dingen Hände und Füße bemalt. Doch findet auch da ein Wandel statt, und der Rest des Körpers findet immer mehr Berücksichtigung.

10) Wie lange kann ich die Hennapaste gebrauchen, nachdem ich sie angerührt habe?
Es sollte nicht mehr Paste angerührt werden, als innerhalb von zwei Tage verbraucht wird. In der Zeit wird sie am Besten im Kühlschrank luftdicht aufbewahrt. Vor der weiteren Verwendung sollte die Paste aber wieder Zimmertemperatur erreichen. Fertige Hennapaste in Tuben ist nach dem öffnen ca 3 Monate haltbar.

11) Wie bekomme ich Hennaflecken aus der Kleidung oder anderen Stoffen?
Beim Auftragen von Henna ist äußerste Vorsicht geboten. Decken sie die Umgebung gut ab und schützten sie ihre Kleidung. Henna zählt zu den am stärksten färbenden Substanzen der Welt. Flecken können in vielen Fällen nicht mehr vollständig entfernt werden.

12) Gibt es noch andere natürlichen Farbstoffe die zur Körpermalerei benutzt werden?
Fürs sogenannte Bodypainting werden meistens Farben auf Wasserbasis, die aber auch leicht wieder abwaschbar sind.
In vielen Ländern werden mineralische Farben bei bestimmten Ritualen verwendet. Dazu wird zum Beispiel Lehm in verschiedenen Tönungen wie rot, ocker, schwarz, weiß usw miteinander oder mit bestimmten tiereischenund pflanzlichen Ölen vermengt.
Auch diese haben in der Regel keine allzu lange Haltbarkeit.
Einige Beispiele:
Das Öl der Nüsse des Podaibaumes, vermischt mit Kohlenstaub ergibt eine intensive schwarze Farbe. Kaolin, Mehl, Kreide und Muschelmehl verwendet man für weiße Farbe.
Indianer in Brasilien erhalten eine blauschwarze Farbe, die aus dem Mischen des Planzensaftes des Genipa-Baums mit Holzkohle erhalten.