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Mehndis selbst gestalten Hennapaste
selbst gemacht Hilfsmittel Im Folgenden erfahren all diejenigen, die sich die Hennnapaste für ihr Mehndi selbst anrühren wollen, die grundlegenden Anforderungen. Außerdem werden die wichtigsten technischen Hilfsmittel und die verschiedenen Möglichkeiten vorgestellt, mit denen sich das gewünschte Mehndi-Motiv auf die Haut bringen lässt. Die Zusammensetzungen dieser Rezepte sollen Anregungen geben, auf welch vielfältige Art sich die Hennapaste anrühren lässt. Mit etwas Experimentierfreude, Neugier, Geduld und natürlich einer Portion Erfahrung werden Sie bestimmt bald in der Lage sein, die optimale Mischung für Ihren Hauttyp zu finden. Henna, wie es zum Färben der Haare verwendet wird, eignet sich nicht besonders gut für Mehndis. Es ist meist sehr grob und besitzt eine sehr schlechte Färbewirkung. Das liegt daran, dass für dieses Henna vorwiegend die Stängel und die Rinde der Hennapflanze verwendet werden. Für Mehndi werden dagegen die wesentlich stärker färbenden Blätter benutzt. Verlangen Sie deshalb beim Kauf unbedingt Mehndi-Henna. Die zweite wichtigste Grundregel für die Herstellung frischer Paste lautet: Es darf nur ganz feines Hennapulver verwendet werden. Idealerweise ist es so fein wie Mehl und enthält keinerlei grobe Teilchen. Grobe Bestandteile führen nämlich nicht nur zu unregelmäßiger Färbung, sondern erschweren es auch, feine Linien zu malen. Wenn Sie beispielsweise einen Spritzbeutel zum Auftragen der Paste verwenden, kann das grobe Pulver die feine Öffnung schnell verstopfen. Falls das Henna also noch nicht fein genug sein sollte, muss es erst ein paar Mal durch ein feines Teesieb gefiltert werden. Ein wichtiges Qualitätskriterium beim Kauf von Pulver, ist die Farbe des Pulvers. Gutes, frisches Pulver ist in der Regel grün, kräftig hell grün. Ocker oder sandfarbend, bedeutet normalerweise, dass es schon ziemlich alt ist. Das lässt sich dann vielleicht noch zum Haarefärben verwenden. Das Grundrezept für eine Hennapaste besteht eigentlich nur aus Hennapulver und Wasser. Je nach Qualität des Henna und nach Art des Hauttyps erzielt man mit diesem einfachen Rezept schon eine recht gute Wirkung. Beim Anrühren muss man auf jeden Fall beachten, dass verschiedene Hennasorten auch unterschiedlich viel Flüssigkeit brauchen. Wie viel Flüssigkeit Sie tatsächlich in die Paste geben müssen, damit die Paste schön geschmeidig wird, können Sie jedoch nur selber ausprobieren. Die ideale Konsistenz liegt zwischen Zahnpasta und Senf. Die Paste darf also weder zu flüssig noch zu zäh sein. Auch bei den nun folgenden Rezepten sollte man auf die richtige Konsistenz der Paste achten und die zuzugebende Flüssigkeitsmenge entsprechend verringern oder erhöhen. Alle Bestandteile, die außer dem Henna in die Paste gerührt werden, haben das Ziel, die Farbintensität zu verstärken, die Haltbarkeit des Mehndi zu verlängern und das Verblassen hinauszuzögern. Zitronensaft und andere Säuren beispielsweise dienen dazu, den pH-Wert der Paste zu senken und dadurch die Farbintensität der Bemalung zu erhöhen. Zum Mischen der Paste eignet sich am besten eine kleine Schale aus Messing, Edelstahl oder Glas. Die fertig angemischte Hennapaste sollte in jedem Fall ein bis zwölf Stunden ruhen, bevor man sie auf die Haut aufträgt. Um zu verhindern, dass sie während dieser Zeit austrocknet, wickelt man eine Plastikfolie um die Schale. Generell ist es am besten, stets nur die Menge an Paste anzurühren, die man in zwei Tagen verbrauchen kann. Je länger die Paste nämlich steht, umso mehr lässt die Färbewirkung nach. Ein guter Aufbewahrungsort für nicht verbrauchte Paste (auch für Fertigpaste) ist übrigens der Kühlschrank, weil es dort kühl und dunkel ist. Bedenken Sie jedoch, dass die Paste vor dem Malen mindestens Raumtemperatur erlangt haben sollte. Schließlich ist Wärme einer der wichtigsten Faktoren, die zu einem guten Gelingen beitragen. Die klassische Hennapaste färbt die Haut orangebraun. Wie schwach oder intensiv der Farbton tatsächlich wird und wie stark ein Mehndi auf der Haut zu sehen ist, hängt dabei vor allem von der Qualität des Hennapulvers, der Einwirkzeit der Hennapaste sowie vom Farbton der Haut ab. Die Farbwirkung und Haltbarkeit eines Mehndi lässt sich aber auch durch die verschiedensten Zugaben variieren. Andere Stoffe verleihen der Paste eine geschmeidige Konsistenz, so dass sie sich besonders gut auftragen lässt. An dieser Stelle sollen nur einige Möglichkeiten aufgezeigt werden, welche Zutaten verwendet werden können, welche Wirkung sie haben und wie sie in die Paste eingearbeitet werden. Fügt man der Paste Öle hinzu, wird sie besonders geschmeidig und lässt sich noch leichter verarbeiten. Das Eukalyptusöl öffnet die Poren und ermöglicht dadurch, dass die Farbe tief in die Haut eindringt. Wird dann noch der schwarze Tee bereits am Vortag aufgebrüht und zieht entsprechend lang, erhöht das die Wirkung zusätzlich. Bevor er in die Paste gerührt wird, sollte er allerdings noch einmal erhitzt werden. Rotwein Kräftige Rotweinsorten enthalten Tannin. Dies verstärkt die Färbewirkung. Einfach in die Paste rühren. Tamarinde Tamarindenpulver ist in vielen Bioläden erhältlich. Es wird mit Wasser oder schwarzem Tee aufgekocht. Kann auch statt Henna verwendet werden, hat jedoch eine geringere Färbewirkung. Nelkenöl Das Öl macht die Paste geschmeidig und verstärkt die Farbwirkung. Tropfenweise einträufeln oder untermischen. Vorsicht bei empfindlicher Haut: Das Öl ist sehr scharf. Vorher undbedingt einen Verträglichkeitstest machen! Gilt auch für andere etherische Öle. Schwarzer Kardamom Man kocht das Gewürz auf und lässt es längere Zeit ziehen. Dann den Aufguss filtern und zum Henna geben. Kaffee Schwarz und sehr kräftig gebrüht ist er ein hervorragender Ersatz für schwarzen Tee. Rote Beete-Saft Gutes Färbemittel. Lauwarm zugeben. Rosenöl Rosenöl macht die Haut wunderbar weich und verleiht der Paste einen angenehmen Geruch. Tropfenweise zugeben. Eier Vor allem in Afrika werden Eier als Bestandteil einiger Rezepte benutzt. Einfach in die Paste einrühren. Zucker Etwas untergemischter Zucker hilft, dass die Paste gut auf der Haut haftet und nicht vorzeitig abbröckelt. Nur in kleinen Mengen zugeben. Knoblauch Gepresster Knoblauch in der Paste öffnet die Poren, so dass die Farbe besser in die Haut eindringen kann.
Hilfsmittel Schablonen Schablonen
selber machen Einfache
Folienstempel Bedenken Sie, dass bei dieser Technik das Motiv seitenverkehrt auf die Haut kommt. Stört Sie das, können Sie die Vorlage vorher auf Transparentpapier übertragen. Dieses nach dem Übertragen wenden, die Folie auflegen und das Motiv erst dann auf Klarsichtfolie abpausen. Einfache
Hilfslinien Anstelle einer farbigen Hilfslinie können auch elastische Bänder (beispielsweise Hosengummi oder Haargummis) dafür sorgen, dass ein Mehndi-Schmuckband schön gleichmäßig um Arm oder Bein läuft. Streifen Sie dazu zwei Bänder über und richten Sie sie völlig parallel aus. Der Abstand der Bänder zueinander richtet sich nach der Breite des gewünschten Mehndis. Wenn Sie sich beim Auftragen der Hennapaste immer am Verlauf der Bänder orientieren, wird das Ornamentband schön gerade. Achten Sie bei dieser Methode auf jeden Fall darauf, dass die Gummibänder nicht in die Haut einschneiden. Schließlich können sie erst dann wieder abgestreift werden, wenn die Hennapaste völlig getrocknet ist. Spiralen
und lange Hilfslinien Die
Spritztüte Die
Mehndi-Malmaschine Freihandmalen Üben Sie an Hand der zahlreichen Vorlagen in diesem Buch Linienführung und Schwung der verschiedenen Motive, bis diese Ihnen leicht von der Hand gehen. Zeichnen Sie dazu die Figuren mit einem weichen Filzstift auf einem separaten Blatt Papier nach. Lassen Sie sich Zeit und versuchen Sie, sich die Gleichmäßigkeit der Formen zu verinnerlichen. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, können Sie anschließend versuchen, das Muster mit Henna und Spritztüte auf eine dicke Lage Zeitungspapier zu übertragen. Schließlich verlangt auch das Herausdrücken der Hennapaste eine gewisse Routine, damit das Mehndi richtig perfekt wird. Eigene
Motive entwerfen Erst wenn Sie mit dem Ergebnis wirklich zufrieden sind, sollten Sie beginnen das Motiv auf die Haut zu übertragen. Wenn Sie ganz auf Nummer Sicher gehen wollen, zeichnen Sie es vorher mit einem wasserlöslichen Filzstift auf und ziehen Sie die Linien anschließend mit Hennapaste nach. Legen Sie Ihre Zeichnung beim Übertragen sichtbar neben sich. Orientieren Sie sich während der Arbeit immer wieder an der Vorlage. Haltbarkeit
Die
Haut vorbereiten Die
Hennapaste fixieren Hennapaste kann ihre Farbe nur an die Haut abgeben, solange sie feucht ist. Um die Farbkraft zu verstärken, sollte man nach Möglichkeit die trocknende Paste immer wieder vorsichtig mit Zuckerwasser (ein Teil Zucker, zwei Teile frisch gepresster Zitronensaft) betupfen. Wärme intensiviert die Farbwirkung. Setzen Sie sich deshalb am besten vor eine Rotlichtlampe, an die Heizung oder in die Sonne. Heiße Getränke erhitzen den Körper von innen und tragen dadurch ebenfalls zu guten Ergebnissen bei. Das
Mehndi pflegen |
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